12.01.2014
Auch in Villmar  regt sich jetzt Widerstand gegen geplante Windkraftanlagen: Neue Bürgerinitiative


Am 10.01.2014 gründete sich eine Bürgerinitiative gegen die Ausweisung von Windvorrangflächen in den Grenzen des Marktfleckens Villmar und der Stadt Runkel. Bereits die rege Teilnahme an der Gründungsveranstaltung zeigte, dass in der Bevölkerung ein starkes Interesse an dem Thema Windkraftanlagen in diesen Gebieten besteht.

Die Bürgerinitiative versteht sich nicht grundsätzlich als Gegner des Ausbaus erneuerbarer Energien. Jedoch muss gerade der Ausbau der Windenergie ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich gestaltet werden.

Dies ist bei der beabsichtigten Ausweisung von Windvorranggebieten durch das Regierungspräsidium Gießen im Bereich des Marktfleckens Villmar und der Stadt Runkel nicht gegeben.

Neben einer unwiederbringlichen Zerstörung der Natur auf einer Fläche von insgesamt über 550 ha, die von vielen Menschen als Naherholungsgebiet genutzt wird, werden hier auch die Lebensräume seltener und geschützter Tierarten leichtfertig aufs Spiel gesetzt. Gefährdungen des Trinkwassers in den auf diesen Flächen ausgewiesenen Trinkwasserschutzgebieten können ebenfalls nicht ausgeschlossen werden.

Auch die Bewohner der angrenzenden Ortschaften werden nicht nur durch die Gigantomanie der rund 200 Meter hohen Windräder, von denen alleine auf der größten zur Verfügung stehenden Fläche weit über 30 entstehen könnten, schier erdrückt werden. Vielmehr werden sie gesundheitlichen Risiken durch eine permanent wahrzunehmende Geräuschkulisse sowie durch Infraschall und nachts dauerhaft blinkenden roten Positionslichtern ausgesetzt sein.

Ziel der Bürgerinitiative ist es deshalb, Einfluss auf die Ausweisung von Windvorranggebieten im Bereich der Grenzen des Marktfleckens Villmar und der Stadt Runkel zu nehmen und diese zu verhindern.

Die Bürgerinitiative beabsichtigt in absehbarer Zeit eine Informationsveranstaltung „Bürger informieren Bürger“ zum Thema Windkraftanlagen durchzuführen

Hierbei soll allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit gegeben werden, sich ein eigenes, nicht nur von der Windkraftlobby bestimmtes Bild, über Auswirkungen und Risiken solcher Windkraftanlagen machen zu können. Veranstaltungsort und Zeitpunkt Informationsveranstaltung werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Wir hoffen, dass sich das bereits jetzt erkennbar große Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger weiter entwickelt und sich daraus eine noch breitere Solidarität in der Bevölkerung entwickeln wird.

Bis zur Erstellung einer Homepage steht für Fragen und Anregungen die E-Mail Adresse
BI.villmar-runkel@t-online.de
zur Verfügung