10.01.2015   10:00  Windkraftanlagen doch nicht sicher? / Eiswurf in Weilrod

Wie die lokalen Printmedien berichteten, kam es kürzlich im neu errichteten Windpark Weilrod zu einem sogenannten „Eiswurf“. Hierbei sollen Eisstücke auch bis auf angrenzende Waldwege geschleudert worden sein.
Möglicher Weise könnten technische Probleme die Ursache sein, so ließ zumindest Abo-Wind verlautbaren. Die Pressesprecherin der Abo-Wind schließt zwar einen Zusammenhang mit dem Betrieb der Windräder nicht aus, hält allerdings auch Eisbruch von Bäumen für möglich.
Wie auch immer scheint hier ein Szenario eingetreten zu sein, welches das RP Gießen im Dezember 2013 in seiner Drucksache VIII / 51 letztlich, zumindest im Zusammenhang mit Personenschäden, als recht unwahrscheinlich eingestuft und dem allgemeinen Lebensrisiko zugeordnet hat.
Abgesehen davon, dass die Technik hier anscheinend bereits bei der ersten Winterwetterlage eklatant versagt zu haben scheint, ist die Nutzung von Wanderwegen in der Nähe von Windkraftanlagen im Winter wohl doch mit gewissen Risiken für die körperliche Unversehrtheit möglich.
Wenn eine simple Technik, die den Eiswurf verhindern soll schon versagt, mögen wir wenigsten hoffen, dass die Szenarien im Falle eines Gondelbrandes einer Windkraftanlage im Wald greifen und die Feuerwehren in der Lage sein werden, eine Katastrophe zu verhindern.

Wolfgang Nawroth
BI Wind-Wahn Villmar/Runkel
BI.villmar-runkel@t-online.de
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