07.03.2014
Die BI Wind-Wahn Villmar / Runkel sucht Sponsoren für Prozess / Gute Aussichten auf Erfolg

Die ersten Sichtungen zurückgekehrter Rotmilane wurden gemeldet. Beobachtungen erfolgten in Seelbach, Arfurt und auch in Falkenbach. In diesem Jahr kann die Anwesenheit dieser Greife von entscheidender Bedeutung werden, ob Windräder mit 200 Metern Nabenhöhe aufgestellt werden dürfen und unsere Landschaft unwiderruflich, in vieler Hinsicht signifikant verändern.

Die Bürgerinitiative "Wind-Wahn Runkel / Villmar sieht durch ein aktuelles Urteil des VGH Kassel in Bezug auf das Vorkommen des Rotmilans, (Beschluss vom 17.12.2013 - 9 A 1540/12.Z - juris Vorinstanz: VG Kassel, Urteil vom 08.05.2012, 4 K 749/11.KS (rechtskräftig) große Chancen, geplante Windräder aus Naturschutzgründen zu verhindern.

Durch Ausweisung eines Windvorranggebietes im Teilregionalplan oder Flächennutzungsplan können die Vorgaben des Artenschutzes nicht einfach außer Kraft gesetzt werden, so Wolfgang Nawroth, Sprecher der Initiative.

Es gebe mehrere Gründe, warum in Villmar und Runkel keine neuen Windräder gebaut werden sollten. Man sei sich aber der geringen Wirkungsmöglichkeiten angesichts eines übermächtigen Willens seitens der "Großen Politik und Lobby" klar.
"Aber durch das rechtkräftige Urteil des VGH, das neben dem Ausschlussbereich von 1.000 m um einen Rotmilanhorst auch ein Nahrungshabitat für Rotmilanpaare im Bereich von 6.000 m um eine Windkraftanlage herum vorsieht, damit es nicht zu einem signifikant erhöhten Tötungsrisiko im Sinn des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG kommt, bestehen wirklich gute Chancen, nicht nur dem Naturschutz, sondern auch der Vernunft in unserer Heimat zu ihrem Recht zu verhelfen", so Nawroth.

Im konkreten Fall führte nämlich die Nicht-Einhaltung dieser Vorgaben zur Verweigerung der Genehmigung für die dort geplanten Windenergieanlagen.

"Wir suchen nun einen oder mehrere Bürger, die ihren Hut in den Ring werfen und uns finanziell unterstützen. Diskretion ist selbstverständlich", so der Sprecher. Angesichts der ausgewiesen Naturschutz-Situation seien die Prozessaussichten als "wirklich gut" zu bewerten. Finanziell potente Bürger sollten "in sich hinein-hören", ob ihre Engagement für ihre Heimat, die "unwiderruflich, in vieler Hinsicht signifikant verändert" würde, nicht notwendig sei.

Kontakt:
Wolfgang Nawroth
BI.villmar-runkel@t-online.de
http://bi-wind-wahn.de/