02.10.2014  

Soll der ländliche Raum aufgegeben werden?

Diese und weitere provokanten Fragen stellt das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung.

Das Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, ist ein privatfinanziertes Institut, das seine Hauptaufgabe darin sieht, wissenschaftliche Erkenntnisse für die Öffentlichkeit und für den politischen Entscheidungsprozess aufzubereiten sowie Konzepte zur Lösung demographischer und entwicklungspolitischer Probleme zu erarbeiten. Es bezeichnet sich selbst als "Think-Tank" (neudeutsch für Denkfabrik) und gibt an, parteipolitisch unabhängig und konfessionell nicht gebunden zu sein.

 

Im September 2013 hat eben dieses Institut in einer 77 Seiten umfassenden Publikation  "Vielfalt statt Gleichwertigkeit" oder "Was Bevölkerungsrückgang für die Versorgung ländlicher Regionen bedeutet", auch die Frage aufgeworfen, ob es nicht besser wäre, "schwächelnde Regionen", also strukturschwache ländliche Regionen, "aufzugeben".

 

Zu dieser Fragestellung gelangt man durch die Folgerung, dass es sich bei demografisch stark schrumpfenden (ländlichen) Gegenden in der Regel von Transferleistungen abhängige Subventionsgebiete handele, in die ständig Geld gepumpt werden müsse um ein hohes Versorgungsniveau zu garantieren.

 

Im weiteren Verlauf dieser Publikation kommt man in Bezug zur Energiewende zu dem Ergebnis, durch den Abbau un- oder untergenutzter Infrastrukturen, Freiräume für die Erzeugung erneuerbarer Energie schaffen zu können.

 

Aufbauend auf der Überlegung, dass es sich wohl nicht lohne, weiter in Gebiete zu investieren, in denen der Bevölkerungszuwachs zurückgeht, führt dies zu dem Ergebnis, dort die Stromerzeugung durch erneuerbare Energien auszuweiten, um die Ziele der Energiewende erreichen zu können.

 

Einen wohlklingenden Namen für diesen gigantischen, naturzerstörenden Unsinn hat man sich bereits ausgedacht - Regenerative Sonderzone. Diese "Sonderzonen" hätten zudem den Vorteil, dass langwierige und teure Planungs- und Genehmigungsverfahren nicht mehr erforderlich wären. In der abschließenden Handlungsempfehlung des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung liest sich das dann so:

 

"Ein nationales Großprojekt wie die Energiewende kann technisch nur bedingt auf Bevölkerungsentwicklungen Rücksicht nehmen."

 

Auf den Punkt gebracht, bedeutet dies nichts anderes, als die Umwandlung unserer Naturlandschaft in einen gigantischen (Wind-) Energiepark, um die Metropolen, mit Energie zu versorgen, so Nawroth, Sprecher der Bürgerinitiative Wind-Wahn Villmar/Runkel.

 

Sollen wir das kritiklos hinnehmen? Sind wir tatsächlich volkswirtschaftlich betrachtet weniger Wert, wie ein „Städter“? Fallen nun tatsächlich die letzten Masken und geben den Blick frei auf das wahre Gesicht öko-ideologisch verblendeter Anhänger einer ins Nichts führenden Energiepolitik? - so Nawroth weiter.

 

Wenn wir unsere Heimat auch für die nachfolgengenden Generationen erhalten wollen, müssen wir solchen Überlegungen entschieden entgegen treten und uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln dagegen zur Wehr setzen!

 

Eine Möglichkeit dazu ist es auch, sich bereits bestehenden Bürgerinitiativen anzuschließen, die sich mittlerweile zu einem Regional- und Landesverband zusammengeschlossen haben

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