24.11.2014 Presserklärung der  BI Wind-Wahn Villmar/Runkel
Windkraft – Bürgermeister Lenz setzt starkes Signal!

Nachdem bereits in einigen lokalen Medien über das "Positionspapier Windenergie" unseres Bürgermeisters Arnold-Richard berichtet wurde, ist dieses nun mit der Ausgabe 47/2014 des Villmarer Boten auch in alle Haushalte des Marktfleckens verteilt worden. Dem Inhalt dieses Positionspapiers folgend, kann man Herrn Lenz sicherlich nicht in Abrede stellen, sich mit der komplexen Problematik der Windenergie auseinandergesetzt zu haben.

Auch wenn er Eingangs des Schreibens Wert auf die Feststellung legt, die Argumente der Windkraftgegner hätten ihn nicht überzeugt, spricht er thematisch genau die auch von uns kritisch gesehenen Bereiche an und greift diese auch argumentativ auf.

Zur Verdeutlichung möchte ich einige Passagen des Grundsatzpapiers unserer Bürgerinitiative mit Aussagen aus dem Positionspapier Windenergie unseres Bürgermeisters vergleichen.

Bürgerinitiative:

Wir verstehen uns nicht grundsätzlich als Gegner des Ausbaus erneuerbarer Energien. Jedoch muss gerade der Ausbau der Windenergie ökologisch, ökonomisch und sozial verträglich gestaltet werden.

Lenz:

Eine Errichtung von Windenergieanlagen auf Gedeih und Verderb ist nicht der richtige Weg. Windräder sollten nur dort platziert werden, wo der Wind weht. Weiter wird ausgeführt, dass es Im Bereich Villmar nur Schwachwindgebiete gibt und ein wirtschaftlicher Betrieb nur durch die Förderung des EEG (wenn überhaupt) möglich ist.

Bürgerinitiative:

Neben einer unumkehrbaren Zerstörung der Natur auf einer Fläche von insgesamt über 550 ha, die von vielen Menschen als Naherholungsgebiet genutzt wird, werden hier auch die Lebensräume seltener und geschützter Tierarten leichtfertig aufs Spiel gesetzt.

Lenz:

Unsere großen Herausforderungen sind dabei das Erreichen von Zuzug und die touristische Entwicklung. Unsere Landschaft ist hierfür das beste Argument

Bürgerinitiative:

Dabei hat …….. vor allem Villmar, bereits seinen Beitrag zur Energie-Wende durch jetzt schon vorhandene Einrichtungen mehr als erfüllt!

Lenz:

Im Marktflecken Villmar wird mit zwei Biogasanlagen und einem Wasserkraftwerk erneuerbare Energie gewonnen. Das Thema ist in Villmar also angekommen. Die Energiewende findet hier Unterstützung.

Bürgerinitiative:

Die Bewohner der angrenzenden Ortschaften werden nicht nur durch die Gigantomanie der rund 200 Meter hohen Windräder ...................schier erdrückt werden.

Auch können gesundheitliche Risiken durch eine permanent wahrzunehmende Geräuschkulisse sowie durch Infraschall .................... nicht ausgeschlossen werden.

Lenz:

Am Rande unserer Gemeinde oder sogar mitten drin, könnten zahlreiche Windräder entstehen, die eine Narbenhöhe von 145 m oder mit Rotor eine Höhe von ca. 200 m aufweisen. Diese Dimensionen sind schwer vorstellbar. Windräder stellen eine Beeinträchtigung unserer Umwelt dar und beeinträchtigen somit auch uns. Die Frage der Geräusch-/Schallentwicklung und der optischen Beeinträchtigung durch Windräder möchte ich (aber) nicht verharmlosen.

Auch wenn wir, wie bereits Eingangs erwähnt, Herrn Lenz nicht überzeugen konnten, sind wir dennoch sehr erfreut, dass unsere maßgeblichen Positionen von ihm weitestgehend geteilt werden. Zumindest bleibt festzustellen, dass die Argumente der Windkraftbefürworter aber anscheinend ebenso wenig überzeugend waren.

Dies lässt sich letztlich daran festmachen, dass Herr Lenz sich durchaus kritisch mit den substantiellen Aspekten, wie der Problematik der Nachhaltigkeit von Finanzzusagen, der Sicherung von Zahlungszusagen durch Bankbürgschaften sowie dem Rückbau von Anlagen und den damit einhergehenden Risiken aber auch mit dem durch den Ausbau von Windkraftanlagen nicht vermiedenen CO2-Ausstoss, auseinandergesetzt zu haben scheint.

Die Bürgerinitiative Wind-Wahn Villmar/Runkel kommt in der Folge zu dem Ergebnis, dass die von uns ins Feld geführten Argumente zumindest bei Herrn Lenz angekommen sind. Auch wenn es sich bei dem Positionspapier Windenergie nur um eine "vorläufige Position" handelt, wurde hier ein starkes und richtiges Signal an den Gemeindevorstand und die Gemeindevertretung gesandt!

 

Wolfgang Nawroth
BI Wind-Wahn Villmar/Runkel
BI.villmar-runkel@t-online.de
www.bi-wind-wahn.de

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