24.07.2019
Klimasteuer –toll!und was bekomme ich dafür?

Extrem heiß oder sehr warm? Eine Frage der Formulierung und was damit erreicht werden soll. Aktuell kann man sich kaum retten vor reißerischen Umschreibungen der aktuellen Temperaturen inmitten des kalendarischen Hochsommers. Passt ja auch sehr gut zur beabsichtigten Einführung einer Klimasteuer, Pardon, Klimaprämie, hört sich doch auch gleich viel positiver an.
Die Häufigkeit von Hitzewellen in Deutschland ist nach Ansicht des Klimaforschers Mojib Latif inzwischen ungewöhnlich. „Das ist nicht mehr normal“, sagte jüngst der Experte des Kieler Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung der „Augsburger Allgemeinen“. Übrigens der gleiche Mojib Latif, welcher dem “Spiegel“ gegenüber im Jahr 2000 kundtat, dass in Deutschland kalte Winter der Vergangenheit angehören: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben". Ok, 6,45 Meter Schnee im Mai auf der Zugspitze - das ist so viel wie seit fast 40 Jahren nicht mehr. Nur in den Jahren 1980 und 1965 waren es mit 6,80 Meter bzw. 7,40 Meter mehr. Klimasteuer – ein Treppenwitz der Geschichte wird Realität – endlich wurde ein Weg gefunden, die Luft zu besteuern.
Und kostenneutral soll sie sein, die Klimasteuer. Bestimmt, es hatte ja auch niemand vor, eine Mauer zu bauen und die Renten sind auch sicher. Auch wenn ein Klimawandel sicherlich nicht geleugnet werden sollte, stellt sich doch die Frage, welchen Anteil der Mensch bzw. Deutschland daran hat und was überhaupt mit einer Klimasteuer erreicht werden soll? Eine aktuellen Studie des Bundesverbands der Deutschen Industrieführt aus, dass in Deutschland bis zu 2,3 Billionen Euro zusätzlich für das Erreichen der langfristigen Klimaschutzziele 2050 investiert werden müssen. 2,3 Billionen, hört sich doch gar nicht so schlimm an, oder?

Das entspricht 23.000 Milliarden oder aber 2.300.000 Millionen bzw. 2 300 000 000 000 Euro. Pro Kopf also, egal ob Säugling oder Greis, rund 28.000 EUR in den nächsten 30 Jahren. Macht bei einer vierköpfigen Familie schlappe 156.000 Euro, die Klimasteuer noch nicht berücksichtigt. Da sollten die „Fridays-for-Future-Schüler“ schon mal ihr Konfirmationsgeld besser zur Seite legen. Doch zurück zur Eingangsfrage: „Was bekomme ich denn dafür?“ Die ehrliche Antwort lautet, eigentlich nix. Dazu ein kleiner Exkurs. Unsere Atmosphäre besteht weitestgehend aus Stickstoff (78,1 %) und Sauerstoff (20,9 %). Die restlichen 1% sind sogenannte Spurengase, darunter Kohlenstoffdioxid CO2, mit derzeit etwa 0,04 %. Davon produziert die Natur 96 Prozent, den Rest, also vier Prozent, der Mensch. Das sind dann vier Prozent von 0,04 Prozent also 0,0016 Prozent. Der Anteil Deutschlands hieran ist 3,1 Prozent. Damit liegt der Anteil Deutschlands bei 0,000496 Prozent des weltweit. durch den Menschen verursachten CO2.
Den Klimamodellen zufolge werden alle deutschen Anstrengungen zum Ausbau erneuerbarer Energien zu einer Temperaturabsenkung von weniger als 0,001 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts führen; das heißt, der globale Temperaturanstieg verzögert sich bis zum Jahr 2100 rein rechnerisch um knapp 16 Tage, so Bjørn Lomborg, weltweit anerkannter Statistiker und Professor an der Copenhagen Business School. Das aber auch nur, wenn tatsächlich einzig und alleine CO2 die Ursache für die Klimaerwärmung sein sollte, was rein wissenschaftlich betrachtet noch lange nicht bewiesen ist.
Nebenbei, aktuell prognostiziert die NASA eine Mini-Eiszeit, da die Sonne bis Ende dieses Jahrzehnts ein sogenanntes solares Minimum erreichen wird. Die Sonne wird dann weitaus weniger Wärme abgeben als normalerweise, was bedeutet, dass das Quecksilber in der Thermosphäre absinkt und es zu einem anhaltenden Kälteeinbruch kommt, der das Wetter auf der Oberfläche des Planeten beeinflusst.
Das passt allerdings so überhaupt nicht in das politische Konzept, welches uns mit einer Klimasteuer weiter sinnfrei schröpfen wird.

Wolfgang Nawroth;  
Bürgerinitiative Wind-WahnVillmar / Runkel