24.03.2016 Klimamanagerin LM/WEL weicht konkreten Antworten aus

Die Bürgerinitiative Wind-Wahn Villmar/Runkel wandte sich am 14.02.2016 an die neu eingestellte „Klimamanagerin“, um in Erfahrung zu bringen, wie der Landkreises Limburg/Weilburg bis zum Jahre 2030 den Energieverbrauch um 13 Prozent gegenüber 2011 reduzieren, die CO2-Emissionen um 26 Prozent senken und den Anteil erneuerbarer Energien um denselben Prozentsatz steigern möchte.

Die Mail der Klimaschutzmanagerin, welche BI Wind-Wahn Villmar/Runkel daraufhin am  17.03.2016 erreichte, kann selbst bei wohlwollender Betrachtung wohl nicht als Antwort bezeichnet werden.

Abgesehen davon, dass die Fragen zu den konkreten Anteilen anthropogener CO2-Emissionen des Kreises Limburg/Weilburg, mangels noch nicht vorliegender Daten, nicht beantworten konnten, bestanden die Antworten im Wesentlichen aus allgemein gehaltenen Verweisen ohne direkten Bezug zur Fragestellung.

Auch die von der Klimamanagerin zweimal getroffene Feststellung: "Darin ist die Wissenschaft sich einig", ohne dafür entsprechende Quellen anzuführen, ist wohl eher einer gewissen Hilflosigkeit geschuldet und unter der Rubrik "Normative Kraft des Faktischen" einzuordnen. Wenn man die ideologische Brille kurz ablegt und das Internet bemüht, wird man leicht feststellen, dass „die Wissenschaft“ sich lange nicht einig ist, ob die Klimaerwärmung tatsächlich durch den vom Menschen verursachten CO2-Ausstoß verursacht wird.

Auch ist „die Wissenschaft“ sich bei weitem nicht einig, dass es in den nächsten zehn Jahren zu einem dramatischen Preisanstieg von Öl und Erdgas kommen wird. Welche Wissenschaft soll das übrigens sein?

Die Fragen zu Windkraftanlagen im Kreis Limburg/Weilburg (im Betrieb, im Genehmigungsverfahren, in Planung, Höhe des Anteils der erzeugten Energie am Primärenergiebedarf etc.) wurde im Wesentlichen übergangen. Gänzlich schuldig blieb man auch die Antwort auf die Frage, wie viele Windräder zu Erreichung der gesteckten Ziele aus Sicht der Klimamanagerin für erforderlich gehalten werden.

Selbst wenn es gelingen sollte, die CO2-Emissionen im Kreis LM/WEL bis zum Jahre 2030 um 26 Prozent senken, muss zumindest die Frage erlaubt sein, ob sich der finanzielle Aufwand rechnet oder ob die dafür aufgewendeten Steuermittel nicht besser eingesetzt werden könnten.

Zur Erinnerung: Der von den Menschen in Deutschland verursachte CO2-Anteil beträgt rund 0,000048 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß. Selbst wenn das utopische Ziel der Bundesregierung, den CO2-Ausstoß bis zum Jahre 2050 um mindestens 80% zu senken, erreicht werden sollte, hat dies nach Berechnung mit einem Standard-Klimamodell bis zum Jahre 2100 lediglich eine Senkung der Durchschnittstemperatur um 0,001 Grad Celsius zur Folge.

Von Windrädern wird sich die Klimaerwärmung also wohl eher nicht beeindrucken lassen.

 

Wolfgang Nawroth


BI Wind-Wahn Villmar/Runkel
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