18.07.2014
Grüne Utopien schaden der Stromrechnung - Al Wazir will Naturschutz aushebeln
Landesverband Vernunftkraft Hessen kritisiert hessischen Wirtschaftsminister

„Das ist Planwirtschaft pur und geht Verbrauchern wie auch Unternehmen bei der Stromrechnung an den Geldbeutel", so bewertet Bernhard Klug, Vorsitzender des neu gegründeten Landesverbandes Vernunftkraft Hessen, der Vereinigung der hessischen Bürgerinitiativen gegen den massiven Ausbau der Windkraft, die Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Al Wazir. Bernhard Klug vertritt annähernd 70 hessischen Bürgerinitiativen (BI) gegen die Windkraft, Tendenz steigend. Auch die BI Windwahn Villmar / Runkel ist Mitglied des neuen Verbandes.

Der Minister spreche von großen wirtschaftlichen Chancen und täusche damit die Öffentlichkeit, wenn er davon spricht, die Erneuerbaren Energien sorgten dafür, dass die Energiewende für Menschen mit kleinen Einkommen bezahlbar bleibt. Für Harz IV-Empfänger ist sei di es jetzt schon nicht mehr der Fall. Vielmehr verdinge sich Al Wazir als Helfershelfer einer gigantischen Umverteilung von Kapital von unten nach oben zu Lasten der Stromkunden.

Die Energiewende entwickele sich laut Aussage Al Wazirs zunehmend zu einem Exportschlager? Eine unglaubliche Position vor dem Hintergrund der kürzlichen Erkenntnis des Bundeswirtschaftsministers Gabriel beim Wechselrichterhersteller SMA in Kassel am 17.April 2014: Zitat "Für die meisten anderen Länder in Europa sind wir sowieso Bekloppte."

Denn die Wirklichkeit dieses "Exportmodells" sieht doch ernüchternd anders aus. Dank der vorrangigen Einspeisung von Wind- und Solarstrom haben wir in Deutschland immer wieder zu viel Strom. So produzierte z.B. am Ostersonntag, den 20.4.2014, Deutschland ein Überangebot an Strom, was zu einem negativen Strompreis an der Strombörse EEX in Leipzig führte. Um diesen überschüssigem Strom aus erneuerbaren Energien loszuwerden, musste der Verkäufer dem Käufer zusätzlich eine Zahlung über einhunderttausend Euro als Dank für die Stromabnahme leisten, was letztendlich zu Lasten der deutschen Stromkunden ging.

Eine vernünftige Energiepolitik wird so unmöglich Die Energiewende wird politisch als "unverzichtbar" vorgegeben. Dabei werden wissenschaftlich anerkannte Regeln der Physik und der Ökonomie einfach ausgehebelt und missachtet. Mit gerade zu abenteuerlichen Vorschlägen verniedlicht Al Wazir das gewaltige Konfliktpotenzial von Windkraft und Natur, welches er mit so genannten intelligenten Lösungen entschärfen will. Dafür opfert er den Schutz von Mensch, Natur und Landschaftsbild auf dem Altar der "Ökoenergie"-Lobby. Schlimmer noch: Dem Klima hilft er damit nachweislich nicht. Das Fehlen von geeigneter Speichertechnologie ignoriert er völlig. Diese Landespolitik ist grob fahrlässig.

„Die Regierungserklärung ist daher eher eine Kriegserklärung an die Strukturen im Land Hessen", kritisiert der Vorsitzende des Landesverbandes Vernunftkraft Hessen, Bernhard Klug, abschließend. „ Die Grünen und Al Wazir stehen als Karikatur dessen da, was diese Partei einmal ausmachte und wofür sie einst gegründet wurde".

Der Landesverband Vernunftkraft Hessen verleiht den annähernd 70 hessischen Bürgerinitiativen mehr Gewicht in der politischen Diskussion. Jede Bürgerinitiative und Interessensgemeinschaft, die sich gegen den unvernünftigen Ausbau von Windkraftanlagen wehrt, kann im neu gegründeten Landesverband Mitglied werden.

„Vernunftkraft Hessen" vertritt die Kernpunkte der zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen in der Landes- und Bundespolitik. Dabei soll den verantwortlichen Politikern deutlich gemacht werden, dass es eine breite Bürgerbewegung für eine vernünftige Energiepolitik gibt, getreu dem Motto des 16. Präsidenten der USA, Abraham Lincoln (1809-1865):

„Man kann alle Menschen einige Zeit hinters Licht führen und einige Menschen ewig, aber man kann nicht alle Menschen ewig hinters Licht führen"