28.11.2014
Bürgerinitiative Wind-Wahn bestärkt die HGON Limburg/Weilburg
HGON Limburg/Weilburg findet deutliche Worte


Dieter Stahl, Vorsitzender der Kreis- Arbeitsgruppe der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz e.V. (HGON), findet in einem Schreiben an die hessische Umweltministerin Priska Hinz deutliche Worte. Unter Bezug auf eine Presseerklärung des NABU Schleswig-Holstein prangert auch Stahl die Fragwürdigkeit sogenannter Fachgutachten an und fordert eine intensivere Einbeziehung von Naturschutzverbänden bei der aktuellen Ausweisung von Windvorranggebieten.

Bleibt zu hoffen, dass weitere Naturschutzorganisationen diesem Beispiel folgen und offensiv Position beziehen.
Vor diesem Hintergrund fragt man sich, warum ernsthafte Naturschützer diese eigentlich selbstverständliche Herangehensweise überhaupt erst einfordern müssen, wenn auf der Homepage unserer Bundesregierung zum Thema Energiewende zu lesen ist:

"Die Energiewende im Einklang mit der Natur voranbringen: so das Ziel. Die Herausforderung lautet, den Naturschutz, die Artenvielfalt und das Landschaftsbild zu beachten. Die Bundesregierung setzt beim Naturschutz auch auf den Dialog mit den Naturschutzorganisationen, den Verbänden und Unternehmen der Erneuerbaren Energien."
Wie kann es dann sein, dass Einwände gegen die Ausweisung von Windvorrangflächen von Naturschutzverbänden, wie unlängst festzustellen war, seitens der kommunalpolitisch Verantwortlichen, schlicht weg ignoriert werden?
Allgegenwärtig wird postuliert, die Energiewende könne nur zum Erfolg führen, wenn man die Menschen vor Ort mitnehme. Dazu gehört allerdings unabdingbar, dass man den Aussagen politischer Entscheidungsträger auch Glauben schenken kann.

Möglichkeiten diesen Absichtserklärungen auch Taten folgen zu lassen, gäbe es gerade hier vor Ort mehr als genug!



Wolfgang Nawroth
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BI Wind-Wahn Villmar/Runkel
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